Die Weltwirtschaftskrise, die die globale Wirtschaft in den Jahren 2008 und 2009 an den Rand des Kollaps brachte, zeigte, dass auch global agierende Unternehmen mit jahrzehntelanger Tradition und teilweise sogar ganze Staaten nicht vor dem Bankrott gefeit sind.
Daher suchen viele Anleger Mittel und Wege, ihr Vermögen und ihr Erspartes möglichst sicher anzulegen. Natürlich kann man sein Geld auf der Bank liegen lassen, etwa auf einem Sparbuch oder einem Sparkonto, oder man kann in eine Lebensversicherung einzahlen. Doch auch Banken können in Zahlungsschwierigkeiten geraten oder Währungen können schwächer werden. Deshalb gelten Immobilien neben Gold, Silber und anderen „handfesten“ Wertgegenständen, wie etwa Schmuck, als sichere Anlageformen.
Die Vorteile
Immobilien haben einige unschlagbare Vorteile. So verlieren Immobilien grundsätzlich kaum an Wert und der aktuelle Kaufpreis passt sich immer der jeweiligen Stärke oder Schwäche der Wirtschaft an. So kann es gut sein, das manch einer, der vor 10 Jahren ein Haus für 250.000 Euro gekauft hat, heute 300.000 Euro dafür bekommt. Wenn man eine oder mehrere Immobilien besitzt, kann man also auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten schnell wieder zu Geld kommen, sollte es denn nötig sein. Hat man etwa eine Wohnung in Frankfurt und braucht dringend Geld, reicht schon die Annonce: "Eigentumswohnung verkaufen Frankfurt" aus, um sicherlich jede Menge potentielle Käufer anzusprechen. Ist die Wohnung noch dazu in einer Toplage wie etwa in Köln Arnoldshöhe, so braucht man sich über mögliche Kaufinteressenten keine Sorgen machen. Ein weiterer, sehr praktischer Vorteil bei Immobilien ist, dass man das Haus oder die Wohnung vermieten kann. So kann man für ein schönes Haus oder eine schöne Wohnung schon mal ein angemessenes Sümmchen verlangen und so Monat für Monat einige hundert bis tausend Euro an Mieteinnahmen verdienen.
Die Nachteile
Einer der Nachteile von Immobilien ist die Tatsache, dass man erst einmal eine entsprechende Summe aufwenden muss, um das Haus oder die Wohnung überhaupt erstehen zu können. Dafür ist entweder ein üppiges Bankkonto oder die Aufnahme eines Kredits erforderlich. Ein weiterer Nachteil sind die Erhaltungskosten, zwar spart man sich die Miete, muss jedoch für etwaige Reparaturen meist selber aufkommen. Eine Ausnahme davon macht eine sogenannte Mietergemeinschaft, die etwa bei Eigentumswohnungen üblich ist. Sie ist ein Zusammenschluss mehrerer Mieter, um Kosten und Aufwendungen zu teilen und daher für jeden billiger zu machen. Allerdings muss man sich dann im Mieterausschuß mit den anderen Mietern einigen, was nicht immer einfach ist.
Hat man die Immobilie vermietet, kann es aufgrund der rechtlichen Situation in Deutschland schwer werden, unbequeme oder zahlungsunwillige Mieter wieder los zu werden. Das Stichwort lautet „Mietnomade“. Daher sollte man sich vorher genauestens über den Mietinteressenten erkundigen, da sonst ein langer Rechtsstreit droht.
Fazit
Im Grunde überwiegen die Vorteile von Immobilien bei weitem und die Sicherheit, die eine Immobilie bietet, ist beinahe unschlagbar. Daher ist und bleibt die Immobilie als Geldanlage nach wie vor eines der sichersten Mittel.