Ein scheinbar allgemeingültiger Leitsatz in Hinblick auf Tagesgeldkonten besagt, dass sie eine gute Rendite bei maximaler Sicherheit und Flexibilität bieten sollten. Doch natürlich gibt es für Sparer hier auch einige Nachteile. Außerdem beschäftigt viele Kunden die Frage, wie sicher die Zinsen der Tagesgeldkonten in Wirklichkeit sind. Wir haben uns bemüht, unseren Lesern an dieser Stelle eine kleine Übersicht über die Vor- und Nachteile des Tagesgeldes darzubieten.
Was bringt das Tagesgeldkonto?
Zuvörderst ist ein Tagesgeldkonto einfach ein verzinstes Konto, über dessen Guthaben der Kontoinhaber täglich verfügen kann, und das im Gegensatz zum herkömmlichen Sparbuch keinerlei Kündigungsfristen beinhaltet. Zu den großen, offensichtlichen Vorteilen eines solchen Kontos zählen zum Beispiel die tägliche Verfügbarkeit, die Verzinsung und der bereits erwähnte Wegfall der Kündigungsfristen. Außerdem gibt es die sogenannte Einlagensicherung. Sie schützt das Vermögen des Sparers im Falle eines Totalausfalls des jeweiligen Kreditinstitutes. Diesbezüglich sollte man sich vorab bei der Bank erkundigen, in welcher Höhe die Einlagensicherung vorgenommen wird. Wie alles im Leben hat auch das Tagesgeldkonto Kehrseiten, über die sich alle Sparer im Klaren sein sollten. Es kann sich für den Kunden zum Beispiel als Nachteil erweisen, dass die Bank jederzeit und ohne Ankündigung den Zinssatz - natürlich auch nach unten - ändern kann. In der Regel kann überdies festgehalten werden, dass ein Tagesgeldkonto nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen ist. Überweisungen auf Fremdkonten und Lastschriften sind somit also nicht möglich.
Sind die Zinsen beim Tagesgeld sicher?
Was die Höhe der Zinsen beim Tagesgeld betrifft, scheinen sich die Banken heutzutage ja regelrecht überbieten zu wollen. Einerseits ist das natürlich sehr verlockend, doch es ist auch ein gesundes Maß an Vorsicht angeraten, da einige der Angebote auch den einen oder anderen - nicht sofort erkennbaren - Nachteil mit sich bringen. Häufig sind sie zum Beispiel zeitlich befristet, allein für Neukunden im Angebot, oder der Zinssatz gilt nur für wenige Monate und oftmals auch nur für einen limitierten Sparbetrag. Was über diesem vertraglich festgelegten Betrag liegt, wird von der Bank einfach niedriger verzinst. Es gibt auch Kreditinstitute, die das Tagesgeld an die Eröffnung eines Wertpapierdepots koppeln, was natürlich nicht im Interesse aller Kunden sein kann. Doch trotz all dieser möglichen Einschränkungen und wider der vorangegangenen Nachteile ist ein Tagesgeldkonto für all jene Sparer, die ihr Geld zwar sicher angelegt wissen wollen, aber dennoch auf flexible Verfügbarkeit bestehen, eine empfehlenswerte Variante. Selbst bei einer Bankenpleite müsste man sich keine großen Sorgen machen: Seit dem 1. Januar 2011 haften nämlich alle Banken in der EU für Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde. Darüber hinaus haben Banken auch noch verschiedene Einlagensicherungssysteme.
Wie schließe ich ein Tagesgeldkonto ab?
Selbstverständlich kann der Abschluss eines Tagesgeldkontos ganz regulär bei der jeweiligen Bank des Kunden erfolgen. Kann man allerdings nicht in einer der Filialen vorstellig werden, gibt es auch hier die Möglichkeit, das Konto über das Internet zu eröffnen. Hierfür wird allerdings vorausgesetzt, dass man sich gegenüber der Bank identifiziert. Am sichersten und einfachsten kann das über das sogenannte Postident-Verfahren erreicht werden. Dazu geht man einfach mit dem korrekt ausgefüllten Antrag und einem gültigen Personalausweis zu einer deutschen Postfiliale. Hier kann man den Antrag ebenfalls einreichen und die Postfiliale leitet diesen dann weiter an die Bank.